Babys und Haustiere

Aus Angst vor einem erhöhten Allergie-Risiko lassen viele frischgebackenen Eltern weder Hund noch Katze in die Nähe ihres Babys. Ist diese Furcht aber berechtigt? Amerikanische Forscher des Medical Centers in Georgia fanden in einer Langzeitstudie heraus, dass pelzige Haustiere sogar das Allergie-Risiko senken können. Dafür wurden Kinder, die zwischen 1987 und 1989 geboren wurden, jährlich nach ihrem Kontakt zu Hunden und Katzen befragt sowie zu ihren Allergien.

Katzen und Kleinkinder

Das Ergebnis nach 18 Jahren zeigte, dass die Teilnehmer der Studie, die während ihres ersten Jahres mit einer Katze im Haushalten lebten, nur halb so oft Tierhaarallergien entwickelten wie ihre Altersgenossen ohne Stubentiger.

Hunde und Kleinkinder

Das gleiche gilt für Hunde – allerdings nur bei den Jungs. Bei den Mädchen konnte kein Unterschied zu den Probanden ohne Bello festgestellt werden. Woran das liegt, konnten die Forscher nicht nachvollziehen. Angenommen wird, dass Jungs einen engeren Kontakt zu Hunden pflegen als Mädchen.

Nach dem ersten Jahr

Bei Kindern, die nach dem ersten Jahr einen Hund oder eine Katze als Haustier bekamen, ist das Risiko an einer Allergie zu erkranken etwa gleich hoch wie bei Kindern ohne Haustier oder mit felllosen Haustieren.

Fazit

Hunde könnten demnach also gerade in der sensiblen Zeit des ersten Lebensjahres, wenn sich das Immunsystem entwickelt, als Prävention gegen Allergien und Asthma wichtig sein.

Später können vorsichtige Eltern auf sogenannte allergiefreundliche Rassen zurückgreifen, also auf Hunderassen, die wenig Allergene ausscheiden und somit ein niedrigeres Risiko, eine Allergie auszulösen, bergen.

 

Update 19.09.: Dies sind die Aussagen einer einzelnen Studie. Wie unser/e Leser/in Shiny in den Kommentaren sagt, muss das Thema differenziert betrachtet werden. Wir greifen die Anregung auf und empfehlen, zur Vertiefung des Themas, auch dem Link zur Leitlinie der Deutschen Gesellschaft für Allergologie und klinische Immunologie (DGAKI) zu folgen.

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